Gasgeruch
Kurzdefinition
Gasgeruch ist ein Warnzeichen für austretendes Gas, das durch zugesetzte Duftstoffe wahrnehmbar gemacht wird und sofortiges Handeln erfordert.
Erklärung
Erdgas ist von Natur aus nahezu geruchlos. Damit Lecks schnell bemerkt werden, setzen Netzbetreiber dem Gas Odoriermittel zu, die einen markanten, unangenehmen Geruch erzeugen. Dieser Vorgang heißt Odorierung. Riecht es in einem Gebäude nach Gas, kann eine Undichtigkeit an Leitungen oder Geräten vorliegen.
Bei Gasgeruch gilt: Keine elektrischen Schalter betätigen, keine Klingeln benutzen, keine Stecker ziehen und keine offenen Flammen entzünden, da Funken eine Explosion auslösen können. Fenster und Türen sollten geöffnet und, wenn möglich, die Hauptabsperreinrichtung geschlossen werden. Mitbewohner sind durch Klopfen oder Rufen zu warnen.
Anschließend sollte das Gebäude verlassen und von außen der Entstörungsdienst des Netzbetreibers oder der Notruf verständigt werden. Mobiltelefone sollten erst außerhalb des Gebäudes genutzt werden. Der Netzbetreiber ist rund um die Uhr erreichbar und überprüft die Anlage, bevor sie wieder in Betrieb genommen wird.
Beispiel
Als es im Treppenhaus nach Gas riecht, öffnet ein Bewohner die Fenster, warnt die Nachbarn durch Klopfen und ruft von der Straße aus den Notdienst an.