Balgengaszähler
Kurzdefinition
Der Balgengaszähler ist der in Haushalten übliche Gaszähler, der das Gasvolumen über bewegliche Messkammern mit Bälgen erfasst.
Erklärung
Der Balgengaszähler arbeitet nach dem Verdrängungsprinzip. Im Inneren befinden sich Messkammern, deren Wände aus beweglichen Membranen, den sogenannten Bälgen, bestehen. Das einströmende Gas füllt und leert diese Kammern abwechselnd. Jede Füllung entspricht einem bestimmten Volumen, das über ein Getriebe auf das Zählwerk übertragen wird.
Dieses Messprinzip ist robust, wartungsarm und funktioniert ohne externe Stromversorgung. Deshalb ist der Balgengaszähler seit Jahrzehnten der Standard in Wohngebäuden. Er ist für typische Haushaltsmengen ausgelegt und deckt den Bereich vom Gasherd bis zur Zentralheizung eines Mehrfamilienhauses ab.
Viele Balgengaszähler besitzen am Zählwerk einen kleinen Magneten in einer Ziffernrolle. Darüber können Impulsgeber den Verbrauch erfassen, was eine digitale Verbrauchsmessung im Haushalt ermöglicht. Der Austausch nach Ablauf der Eichfrist erfolgt durch den Messstellenbetreiber, der den Termin vorher ankündigt.
Beispiel
Ein technikbegeisterter Mieter liest über einen Impulssensor am Balgengaszähler seinen täglichen Gasverbrauch digital aus.