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Wasserstoffbeimischung

Lexikon · Umwelt und Politik · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Bei der Wasserstoffbeimischung wird dem Erdgas im Netz ein Anteil Wasserstoff zugesetzt, um den CO2-Ausstoß bei der Verbrennung zu senken.

Erklärung

Wasserstoff verbrennt ohne Kohlendioxid-Emissionen. Wird er dem Erdgas beigemischt, sinken die CO2-Emissionen bei der Nutzung des Gasgemischs. Klimafreundlich ist das allerdings nur, wenn der Wasserstoff selbst emissionsarm erzeugt wird, etwa per Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien.

Technisch ist die Beimischung begrenzt. Bestehende Leitungen, Speicher, Zähler und vor allem Endgeräte sind auf bestimmte Gasqualitäten ausgelegt. Das Regelwerk des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches legt fest, welche Wasserstoffanteile zulässig sind. In Pilotprojekten wird erprobt, wie sich höhere Anteile auf Netze und Geräte auswirken.

Für Haushalte spielt die Wasserstoffbeimischung bisher kaum eine Rolle. Ob Wasserstoff künftig in größerem Umfang zum Heizen von Wohngebäuden eingesetzt wird, ist umstritten, da er auch in Industrie und Verkehr gefragt ist und seine Erzeugung viel Energie benötigt. Beim Kauf einer Gasheizung sollte man Angaben zur Wasserstofftauglichkeit kritisch prüfen.

Beispiel

In einem Pilotprojekt wird dem Gas in einem Ortsnetz Wasserstoff beigemischt, und die angeschlossenen Heizgeräte werden vorher auf ihre Eignung geprüft.