Vorlauftemperatur
Kurzdefinition
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das erwärmte Heizungswasser vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern fließt.
Erklärung
In einer Warmwasserheizung zirkuliert Wasser in einem Kreislauf. Der Vorlauf führt das erwärmte Wasser vom Heizgerät zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung, der Rücklauf bringt das abgekühlte Wasser zurück. Die Vorlauftemperatur bestimmt maßgeblich, wie viel Wärme die Heizflächen abgeben können.
Moderne Heizungen regeln die Vorlauftemperatur über eine Heizkurve abhängig von der Außentemperatur. Je kälter es draußen ist, desto höher wird der Vorlauf eingestellt. Eine zu steil eingestellte Heizkurve führt zu unnötig hohen Temperaturen und höherem Verbrauch, eine zu flache dazu, dass Räume nicht warm werden.
Niedrige Vorlauftemperaturen sind besonders für Brennwertthermen und Wärmepumpen wichtig, weil diese dann deutlich effizienter arbeiten. Fußbodenheizungen und große Heizkörper kommen mit niedrigeren Temperaturen aus als kleine Heizkörper. Ob ein Gebäude für eine Wärmepumpe geeignet ist, hängt daher auch davon ab, welche Vorlauftemperatur an kalten Tagen nötig ist.
Beispiel
Ein Heizungsbauer senkt die Heizkurve, nachdem sich gezeigt hat, dass die Räume auch mit niedrigerer Vorlauftemperatur ausreichend warm werden.