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Brennwerttherme

Lexikon · Heizung · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Eine Brennwerttherme ist ein Gasheizgerät, das zusätzlich die Wärme aus dem Wasserdampf im Abgas nutzt und dadurch Brennstoff spart.

Erklärung

Bei der Verbrennung von Erdgas entsteht Wasserdampf. Ältere Heizkessel leiten ihn ungenutzt über den Schornstein ab. Brennwertthermen kühlen die Abgase dagegen so weit ab, dass der Wasserdampf kondensiert und die dabei frei werdende Wärme an das Heizungswasser abgegeben wird. Das verbessert die Ausnutzung des eingesetzten Gases.

Damit die Kondensation zuverlässig funktioniert, muss das zurückfließende Heizungswasser ausreichend kühl sein. Brennwertthermen arbeiten deshalb besonders effizient bei niedrigen Vorlauf- und Rücklauftemperaturen, etwa in Verbindung mit Fußbodenheizungen oder groß dimensionierten Heizkörpern. Ein hydraulischer Abgleich unterstützt den effizienten Betrieb.

Das entstehende Kondensat ist leicht sauer und wird über einen Ablauf ins Abwasser geleitet. Die Abgasleitung muss feuchteunempfindlich sein, weshalb beim Austausch eines alten Kessels oft der Schornstein angepasst wird. Für neue Heizungen gelten die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes, die bei reinen Gasgeräten zu beachten sind.

Beispiel

Nach dem Tausch des alten Niedertemperaturkessels gegen eine Brennwerttherme lässt ein Eigentümer die Heizkurve senken, damit das Gerät häufiger im Kondensationsbetrieb arbeitet.