Zum Inhalt springen
gas-vergleichen.com

Wärmepumpe

Lexikon · Heizung · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und hebt sie mit Strom auf ein zum Heizen nutzbares Temperaturniveau.

Erklärung

Wärmepumpen funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie ein Kühlschrank, nur in umgekehrter Richtung. Ein Kältemittel nimmt Wärme aus der Umgebung auf, verdampft, wird von einem Verdichter komprimiert und gibt die Wärme bei höherer Temperatur an das Heizungswasser ab. Für den Antrieb des Verdichters wird Strom benötigt.

Man unterscheidet vor allem Luft-Wasser-Wärmepumpen, Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden oder Erdkollektoren und Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die Grundwasser nutzen. Die Effizienz wird über die Jahresarbeitszahl beschrieben, also das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom. Sie ist umso besser, je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur ist.

Wärmepumpen gelten als zentrale Technologie für eine klimafreundliche Wärmeversorgung und erfüllen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes an erneuerbare Energien. Sie eignen sich nicht nur für Neubauten, sondern häufig auch für Bestandsgebäude, wenn die Heizflächen ausreichend groß sind. Eine fachkundige Planung ist entscheidend für einen effizienten Betrieb.

Beispiel

Ein Hausbesitzer ersetzt seine alte Gasheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, nachdem eine Heizlastberechnung gezeigt hat, dass die vorhandenen Heizkörper ausreichen.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-04

Recherche und Pflege: Redaktion Gas-Vergleichen.com. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.