Netzentgelt
Kurzdefinition
Das Netzentgelt ist die Vergütung für die Nutzung des Gasnetzes und wird über den Gaspreis an den Netzbetreiber weitergereicht.
Erklärung
Mit dem Netzentgelt werden Bau, Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der Gasleitungen finanziert. Erdgas gelangt über Fernleitungen und regionale Verteilnetze bis zum Hausanschluss. Die Netzbetreiber stellen den Gaslieferanten die Nutzung in Rechnung, die Lieferanten geben die Kosten an ihre Kundinnen und Kunden weiter.
Gasnetze sind natürliche Monopole und werden deshalb staatlich reguliert. Die Bundesnetzagentur und die Landesregulierungsbehörden legen fest, welche Erlöse Netzbetreiber erzielen dürfen. Die Höhe der Entgelte unterscheidet sich regional, unter anderem je nach Netzstruktur und Zahl der angeschlossenen Kunden.
Ein Lieferantenwechsel hat keinen Einfluss auf die Netzentgelte, denn sie sind am gleichen Wohnort für alle Anbieter gleich. Langfristig gewinnt eine Frage an Bedeutung: Wenn im Zuge der Wärmewende weniger Gas verbraucht wird, verteilen sich die Netzkosten auf weniger Kunden. Wie damit umgegangen wird, ist Gegenstand politischer und regulatorischer Diskussionen.
Beispiel
Zwei Haushalte mit gleichem Gasverbrauch zahlen in verschiedenen Städten unterschiedliche Preise, weil die Netzentgelte dort verschieden sind.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-04
Recherche und Pflege: Redaktion Gas-Vergleichen.com. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.