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Thermostatventil

Lexikon · Heizung · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Ein Thermostatventil regelt den Zufluss von Heizungswasser in einen Heizkörper automatisch nach der gewünschten Raumtemperatur.

Erklärung

Thermostatventile sitzen am Heizkörper und bestehen aus einem Ventilunterteil und einem Thermostatkopf. Im Kopf befindet sich ein temperaturempfindliches Element, das sich bei Wärme ausdehnt und bei Kälte zusammenzieht. Dadurch wird das Ventil je nach Raumtemperatur weiter geöffnet oder geschlossen. Die Ziffern auf dem Kopf stehen für bestimmte Temperaturbereiche.

Ein verbreitetes Missverständnis ist, dass eine höhere Stufe den Raum schneller aufheizt. Tatsächlich bestimmt die Stufe nur die Zieltemperatur, bei der das Ventil schließt. Wer kurzfristig auf die höchste Stufe dreht, riskiert, dass der Raum überheizt wird. Zudem sollten Thermostatköpfe nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt sein.

Programmierbare oder smarte Thermostate ermöglichen zeitgesteuerte Absenkungen, etwa nachts oder bei Abwesenheit. Voreinstellbare Ventilunterteile sind außerdem die Grundlage für den hydraulischen Abgleich. Das Gebäudeenergiegesetz schreibt für Heizungsanlagen grundsätzlich eine raumweise Temperaturregelung vor.

Beispiel

Eine Mieterin stellt das Thermostatventil im Schlafzimmer auf eine niedrigere Stufe und nutzt einen programmierbaren Kopf für die Absenkung am Tag.