Heizwert
Kurzdefinition
Der Heizwert gibt die bei der Verbrennung nutzbare Wärmemenge an, ohne die Kondensationswärme des entstehenden Wasserdampfs.
Erklärung
Der Heizwert, früher unterer Heizwert genannt, beschreibt die Wärmemenge, die bei der vollständigen Verbrennung eines Brennstoffs frei wird, wenn der entstehende Wasserdampf gasförmig bleibt und abgeführt wird. Die im Wasserdampf gebundene Kondensationswärme ist darin nicht enthalten. Der Heizwert liegt deshalb immer unter dem Brennwert.
Bei älteren Heizkesseln, sogenannten Niedertemperatur- oder Konstanttemperaturkesseln, entweicht der Wasserdampf ungenutzt durch den Schornstein. Für solche Anlagen war der Heizwert lange die übliche Bezugsgröße für Wirkungsgrade. Daraus erklären sich auch Angaben von Wirkungsgraden über hundert Prozent bei Brennwertgeräten, die auf den Heizwert bezogen sind.
Für die Gasabrechnung in Deutschland ist der Heizwert nicht maßgeblich, hier wird der Brennwert verwendet. Beim Vergleich von Brennstoffen und Heizsystemen sollte man aber darauf achten, ob sich Angaben auf den Heizwert oder auf den Brennwert beziehen, um Fehlschlüsse zu vermeiden.
Beispiel
Ein Datenblatt nennt für eine Brennwerttherme einen Wirkungsgrad über hundert Prozent, weil er auf den Heizwert bezogen ist.