Zum Inhalt springen
gas-vergleichen.com

CO2-Preis (BEHG)

Lexikon · Umwelt und Politik · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Der CO2-Preis nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz verteuert fossile Brennstoffe wie Erdgas entsprechend ihrer CO2-Emissionen.

Erklärung

Mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) hat Deutschland einen nationalen CO2-Preis für die Bereiche Wärme und Verkehr eingeführt. Unternehmen, die Brennstoffe wie Erdgas, Heizöl, Benzin oder Diesel in Verkehr bringen, müssen für die damit verbundenen Emissionen Zertifikate erwerben. Die Kosten geben sie über den Preis an die Endkunden weiter.

Zuständig für den nationalen Emissionshandel ist die Deutsche Emissionshandelsstelle beim Umweltbundesamt. Der Preis pro Tonne CO2 wurde zunächst gesetzlich festgelegt und schrittweise angehoben. Auf europäischer Ebene ist ein eigener Emissionshandel für Gebäude und Verkehr, das sogenannte ETS 2, beschlossen, in den das nationale System überführt werden soll.

Für Gaskunden ist der CO2-Preis Teil des Arbeitspreises. In Mietwohnungen werden die CO2-Kosten nach dem Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz je nach energetischem Zustand des Gebäudes zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt. Der CO2-Preis soll Anreize für Effizienz und klimafreundliche Heizungen setzen.

Beispiel

In der Heizkostenabrechnung einer Mietwohnung wird ausgewiesen, welcher Anteil der CO2-Kosten auf den Vermieter entfällt.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-04

Recherche und Pflege: Redaktion Gas-Vergleichen.com. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.