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Biogas

Lexikon · Umwelt und Politik · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Biogas entsteht durch die Vergärung organischer Stoffe und kann aufbereitet als Biomethan ins Erdgasnetz eingespeist werden.

Erklärung

Biogas wird in Biogasanlagen erzeugt, in denen Mikroorganismen organisches Material unter Luftabschluss zersetzen. Als Ausgangsstoffe dienen etwa Gülle, Mist, Bioabfälle, Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie oder eigens angebaute Energiepflanzen. Das entstehende Gas besteht vor allem aus Methan und Kohlendioxid.

Für die Einspeisung ins Erdgasnetz wird Biogas zu Biomethan aufbereitet. Dabei werden Kohlendioxid und Verunreinigungen entfernt, bis die Qualität der von Erdgas entspricht. Biomethan kann dann in denselben Leitungen transportiert und in denselben Geräten genutzt werden. Viele Biogasanlagen verstromen das Gas allerdings direkt vor Ort in Blockheizkraftwerken.

Gaslieferanten bieten Tarife mit einem bestimmten Biogasanteil an. Wie beim Ökostrom fließt physikalisch das Gasgemisch aus dem Netz, der Lieferant speist aber eine entsprechende Menge Biomethan ein oder weist sie bilanziell nach. Die Klimawirkung hängt stark von den Einsatzstoffen ab, weshalb Reststoffe in der Regel günstiger bewertet werden als Anbaubiomasse.

Beispiel

Ein Haushalt wählt einen Gastarif mit Biogasanteil, dessen Biomethan laut Anbieter überwiegend aus Rest- und Abfallstoffen stammt.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-04

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