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Flüssiggas

Lexikon · Heizung · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Flüssiggas ist ein unter Druck verflüssigtes Gemisch aus Propan und Butan, das in Tanks gelagert wird und ohne Gasnetzanschluss zum Heizen dient.

Erklärung

Flüssiggas, auch als LPG bezeichnet, besteht überwiegend aus Propan und Butan. Es fällt bei der Erdölverarbeitung und der Erdgasförderung an. Schon unter geringem Druck wird es flüssig, wodurch es platzsparend in Tanks oder Flaschen gelagert werden kann. Zum Heizen wird in der Regel Propan verwendet, weil es auch bei niedrigen Temperaturen verdampft.

Flüssiggasheizungen kommen vor allem dort zum Einsatz, wo kein Anschluss an das Erdgasnetz besteht, etwa in ländlichen Regionen. Der Tank steht oberirdisch oder unterirdisch auf dem Grundstück und wird per Tankwagen befüllt. Für Aufstellung und Prüfung der Tanks gelten besondere Sicherheitsvorschriften. Viele Gasgeräte lassen sich mit Umbausätzen für Flüssiggas einrichten.

Flüssiggas ist nicht mit verflüssigtem Erdgas, kurz LNG, zu verwechseln. Es wird nicht über Netzbetreiber und Gaslieferverträge im engeren Sinn bezogen, sondern bei Flüssiggashändlern gekauft. Tanks können gemietet oder gekauft werden, was die Vertragsbedingungen und die Wechselmöglichkeiten beeinflusst.

Beispiel

Ein Haus auf dem Land ohne Gasnetzanschluss wird über einen unterirdischen Flüssiggastank im Garten beheizt.