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Marktraumumstellung

Lexikon · Messung und Technik · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Die Marktraumumstellung bezeichnet die schrittweise Umstellung von Gasnetzen und Gasgeräten von L-Gas auf H-Gas.

Erklärung

Weil die Förderung von niederkalorischem L-Gas in Deutschland und den Niederlanden zurückgeht, müssen die bisherigen L-Gas-Gebiete auf hochkalorisches H-Gas umgestellt werden. Dieser Prozess wird als Marktraumumstellung bezeichnet. Er betrifft vor allem Regionen in Nord- und Westdeutschland und erstreckt sich über viele Jahre.

Zentraler Bestandteil ist die Anpassung aller Gasgeräte im jeweiligen Gebiet. Zunächst erfasst ein Monteur im Auftrag des Netzbetreibers jedes Gerät. Anschließend wird es zum Umstellungstermin technisch an die neue Gasqualität angepasst, etwa durch Austausch von Düsen oder Neueinstellung. Die Netzbetreiber kündigen die Termine schriftlich an.

Die Kosten der Umstellung werden grundsätzlich über die Netzentgelte bundesweit auf alle Gaskunden verteilt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist wichtig, den Monteuren Zugang zu gewähren und sich deren Legitimation zeigen zu lassen, da es immer wieder Betrugsversuche mit falschen Technikern gibt. Geräte, die nicht anpassbar sind, müssen ersetzt werden.

Beispiel

Ein Monteur des Netzbetreibers erfasst die Gastherme einer Wohnung und kündigt den Termin für die Umstellung auf H-Gas an.