Zustandszahl
Kurzdefinition
Die Zustandszahl rechnet das am Zähler gemessene Gasvolumen unter Berücksichtigung von Druck und Temperatur auf einen Normzustand um.
Erklärung
Gas dehnt sich bei Wärme aus und wird bei höherem Druck zusammengepresst. Ein Kubikmeter am Gaszähler enthält deshalb je nach Bedingungen unterschiedlich viel Energie. Die Zustandszahl gleicht diesen Effekt aus, indem sie das gemessene Betriebsvolumen auf das Volumen im Normzustand umrechnet, also bei festgelegter Temperatur und festgelegtem Druck.
In die Zustandszahl fließen unter anderem der Versorgungsdruck im Netz, die geografische Höhe des Anschlussorts und eine angenommene durchschnittliche Gastemperatur ein. Sie wird vom Netzbetreiber nach den technischen Regeln der Gaswirtschaft ermittelt. Da der Luftdruck mit der Höhe abnimmt, unterscheidet sich die Zustandszahl zwischen Orten im Flachland und im Gebirge.
Auf der Gasrechnung erscheint die Zustandszahl neben dem Brennwert. Zusammen ergeben beide Werte den Umrechnungsfaktor von Kubikmetern in Kilowattstunden. Für Kundinnen und Kunden ist die Zustandszahl nicht beeinflussbar, sie sollte aber auf der Rechnung nachvollziehbar angegeben sein.
Beispiel
Bei einem Umzug von der Küste in eine höher gelegene Region ändert sich die auf der Gasrechnung angegebene Zustandszahl.